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ELIXIERE

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Was sind elixiere?

Elixiere sind alkoholische Pflanzenauszüge (Mazerate).

Im Alkohol als Auszugsmittel sind sowohl die alkohollöslichen als auch die wasserlöslichen Inhaltsstoffe der Pflanze gelöst. Der Alkohol konserviert diese Pflanzen­inhalts­stoffe, sodass die Alkoholauszüge – je nach Alkoholgehalt und verwendeter Pflanze – ca. 2-3 Jahre, meist aber auch deutlich länger haltbar sind und mit der Zeit nachreifen. Besondere Elixiere sind die Jahreselixiere und die Elixiere, denen die Mineralsalze aus den calcinierten Pflanzen hinzugegeben werden. Hierüber erfährst du weiter unten auf der Seite mehr.

Besondere Elixiere sind die Jahreselixiere und die Elixiere, denen die Mineralsalze aus den calcinierten Pflanzen hinzugegeben werden.
Hierüber erfährst du weiter unten auf der Seite mehr.

Bärlauch
(Allium ursinum)

Echter Buchweizen
(Fagopyrum esculentum)

Echte Kamille
(Matricaria chamomilla)

Einjähriger Beifuss
(Artemisia annua)

Johanniskraut
(Hypericum perforatum)

Kleine Braunelle
(Prunella vulgaris)

Ringelblume
(Calendula officinalis)


Rosskastanie
(Aesculus hippocastanum)

Schafgarbe
(Achillea millefolium)

Spitzwegerich
(Plantago lanceolata)

Weidenrinde
(Salix spec.)

Weißdorn
(Crataegus monogyna und C. laevigata)

Wilde Karde
(Dipsacus sylvestris)

Rosenwurz
(Rhodiola rosea)

Bitterwohl“-Elixier

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Die Elixiere werden auf Basis von Alkohol vorzugsweise mit frischen, schonend und aufwendig selbst gesammelten Pflanzen oder – falls jahreszeitenbedingt keine frischen Pflanzen zur Verfügung stehen – aus getrockneten Pflanzen angesetzt.

Herstellung

Unsere Elixiere werden je nach Pflanze, Pflanzenteil und Inhaltsstoffen in unterschiedlich starkem Alkohol ausgezogen, vorwiegend verwenden wir für unsere Auszüge Doppelkorn oder einen höherprozentigen Trinkspiritus. Das Elixier wird je nach Rezeptur und Pflanze über mehrere Monate ausgezogen und dabei regelmäßig geschwenkt, sodass die Inhaltsstoffe der Pflanze in den Alkohol übergehen. 

ANWENDUNG

Die meisten Elixiere werden innerlich tropfenweise in Wasser oder Tee verdünnt eingenommen.

Je nach Anwendung gibt es aber auch Elixiere, die traditionell äußerlich angewandt werden.

Eine Dosierung ist immer sehr individuell.
Als Faustregel gilt jedoch traditionell:

Für Elixiere aus Frischpflanzen:
Bis zu 3x täglich – je 10-15 Tropfen pur oder in Wasser oder Tee verdünnt

Für Elixiere aus getrockneten Pflanzen:
Bis 3x täglich – 15-25 Tropfen pur oder in Wasser oder Tee verdünnt

Kinder:
Bis zu 3x täglich – je 1 Tropfen pro Lebensjahr in Saft, Wasser oder Tee verdünnt

BESONDERE ELIXIERE

Jahreselixiere

Die Jahreselixiere enthalten die über das Jahr gereiften unterschiedlichen Pflanzenteile, z. B. die Knospen und Blüten im Frühjahr und die Früchte im Sommer und Herbst. Sie werden über das Jahr durch dem Auszug zugegeben und am Ende des Jahres abgefiltert und abgefüllt.

Calcination

Elixiere + Zugabe der Mineralsalze aus den calcinierten Pflanzen

Unter Calcination versteht man das Veraschen eines getrockneten Rückstandes von Pflanzen. Aus der verbliebenen Pflanzenmasse werden durch Calcination wertvolle Mineralien und Spurenelemente isoliert.

Die auf diese Art hergestellten Elixiere entscheiden sich von den traditionell hergestellten Alkoholauszügen dadurch, dass der Trester aus dem Auszug nicht weggeworfen, sondern durch Calzination verascht wird. Die gereingten und gefilterten Mineralsalze aus den calzinierten Pflanzen werden dem Alkoholauszug am Ende des Herstellungs­prozesses wieder zugeführt. So gehen die wertvollen Mineralien der Pflanze nicht verloren. Auch der Geschmack und das Aroma werden sanfter & runder und die Wirkung verstärkt sich.

Abfilterung Spitzwegerichelixier

Spitzwegerich

SCHRITT 1 - Trennung

Nach der Auszugszeit wird der Alkoholextrakt mithilfe eines Siebs vom Pflanzenmaterial getrennt.

Getrockneter Weissdorntrester

Trester des Weißdorn-Jahreselixiers

SCHRITT 2

Der Trester wird schonend getrocknet.

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Calcination

SCHRITT 3

Der Trester wird anschließend in feuerfester Keramik auf Buchen- und Fichtenholzglut calciniert, bis eine weiße Asche entsteht.
Sie enthält die Mineralien der Pflanze.

Veraschter Trester der Weißdorn-Jahrestinktur

Veraschter Trester des Weißdorn-Jahreselixiers

SCHRITT 4

Die Asche wird dann in reinem destilliertem Wasser gelöst und reift über Nacht. Diese Lösung wird dann nochmals durch einen sehr feinen Filter abgefiltert, sodass ein hochwertiger und gereinigter Mineralstoffauszug entsteht.

Calizierter Spitzwegerich

Mineralsalze des calcinierten Spitzwegerichs (Plantago lanceolata)

Beim Verdunsten des Wassers enstehen je nach Pflanze unterschiedliche kristalline Muster der Mineralsalze.

SCHRITT 5 - Vereinigung

Nachdem das Wasser verdunstet ist, werden die so gewonnenen Mineralsalze mit dem alkoholischen Pflanzenauszug gemischt und wieder zusammengeführt.

Das von uns angewendete Verfahren der Calcination (Veraschung) ist angelehnt an das Calcinations-Verfahren aus der Spagyrik, ein von Paracelsus eingeführter Begriff für einen Zweig der Alchemie. Spagyrik stammt aus dem Griechischen für spao = „trennen“ und ageiro = „vereinigen, zusammenführen“.

In der Spagyrik wird die Heilpflanze in ihre Einzelteile zerlegt und durch den Herstellungsprozess von Giftstoffen befreit.
Am Ende des Prozesses werden die gereinigten Bestandteile wieder vereint.

Das von uns angewendete Verfahren der Calcination (Veraschung) ist angelehnt an das Calcinations-Verfahren aus der Spagyrik, ein von Paracelsus eingeführter Begriff für einen Zweig der Alchemie. Spagyrik stammt aus dem Griechischen für spao = „trennen“ und ageiro = „vereinigen, zusammenführen“.

In der Spagyrik wird die Heilpflanze in ihre Einzelteile zerlegt und durch den Herstellungsprozess von Giftstoffen befreit.
Am Ende des Prozesses werden die gereinigten Bestandteile wieder vereint.

Hinweis zum Haftungsausschluss: Alle hier genannten Hinweise auf Inhaltsstoffe, Anwendungen und Gebrauch von Wildkräutern, Heilpflanzen und ihren Zubereitungen haben ausschließlich einen informativen Charakter. Für therapeutische Anwendungen empfehlen wir ausdrücklich eine Rücksprache mit Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker. Es wird keine Garantie oder Haftung für ggf. genannte Anwendungsmöglichkeiten übernommen, auch wird keine Haftung für Schäden jedweder Art, die sich direkt oder indirekt aus einer Anwendung ergeben könnten übernommen. Der Gebrauch und die Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung.